Stadt Zittau - Bürgerinformationsportal Beschluss zur weiteren Vorgehensweise Umzug Technisches Rathaus

Betreff
Beschluss zur weiteren Vorgehensweise Umzug Technisches Rathaus
Vorlage
034/2019
Art
Beschlussvorlage

Das Areal Neustadt/Reichenberger Str./Alberststr. stellt seit mehr als 20 Jahren die größte innerstädtische Entwicklungsfläche, aber aufgrund der ruinösen Bausubstanz und der provisorischen Nutzung als Parkplatz auch einen städtebaulichen Missstand dar.

 

Die stadtentwicklerisch und stadtplanerisch angestrebte Nutzung stellte dabei immer auf die Etablierung weiteren Einzelhandels ab (vgl. Einzelhandelskonzepte und daraus abgeleitete Bebauungspläne). Über die Zeit wurden unterschiedliche Konzepte durch Investoren vorgestellt und vorangetrieben, letztlich aber nie umgesetzt. Aktuell wird durch Rossmann auf einer Teilfläche an der Errichtung eines Drogeriefachmarktes gearbeitet. Dabei soll die Bedingung einer fußläufigen Verbindung des dahinterliegenden Grundstücks zur Reichenberger Straße durch eine Passage erfüllt werden.

Zur Stärkung der Wohnfunktion der Innenstadt und höheren Frequentierung des Gebiets war und ist v.a. die Ansiedlung eines Lebensmittlers zentrale Forderung der vergangenen Jahre und Bedingung für den Verkauf der Fläche.

 

Aus Sicht der Lebensmittler stellt sich der Standort aufgrund Sichtbarkeit von einer frequentierten Straße sowie herausfordernder Anliefer- und Parkplatzsituation mindestens schwierig dar. Trotzdem können wir ein stetes Interesse am Standort feststellen, nicht zuletzt aufgrund unserer restriktiven Entwicklungsmöglichkeiten für Lebensmittler außerhalb der Innenstadt. Aus Sicht der Projektentwickler wiederum lässt sich der Standort aufgrund der hohen städtebaulichen Anforderungen (Geschossigkeit, Forderungen aus der Gestaltungssatzung) und der am Markt erzielbaren Mieten bei Lebensmittlern nicht ohne Vermietung der Obergeschosse wirtschaftlich darstellen.

 

Aufgrund der dauerhaft angespannten Haushaltslage und der damit erforderlichen Priorisierung der Investitionsmaßnahmen der Stadt Zittau ist aus Sicht der Verwaltung eine Umsetzung des Grundsatzbeschlusses 064/10 im eigenen Objekt für die nächsten Jahre nicht umsetzbar.

 

Daher schlagen wir vor, die benötigten Büro- und Archivflächen für das Technische Rathaus in einem zu entwickelnden Objekt auf der Neustadt im Obergeschoss eines Lebensmittlers anzumieten (Optimierung der vorhandenen Flächen vorausgesetzt) und damit zur Umsetzbarkeit eines solchen Vorhabens bereits bei der Veräußerung der Fläche beizutragen. Aus Sicht der Verwaltung könnte damit das übergeordnete Ziel ‚Stärkung der Innenstadt‘ umgesetzt, und  die Realisierungschance für das Objekt und die Ansiedlung eines innerstädtischen Lebensmittlers erhöht werden. Darüber hinaus führt die Konzentrierung der Stadtverwaltung an drei lediglich fußläufig voneinander entfernten zentralen Standorten zu einer verbesserten Erreichbarkeit für die Bürgerschaft und lässt verwaltungsinterne Synergien zu.

 

Die Situation am Zittauer Immobilienmarkt ist derzeit von einer zunehmenden Nachfrage geprägt, weshalb die von der bisherigen Betrachtung erfassten Objekte (hier insbes. Breitestraße 2) in städtischem Besitz zügig vermarktet werden sollten.

 

 

 

SächsGemO

Der Stadtrat der Großen Kreisstadt Zittau beschließt die Aufhebung des Beschlusses 064/10 (Grundsatzbeschluss zum Umzug des Technischen Rathauses in die Breite Straße 2) und 020/2017 (Beschluss zur weiteren Vorgehensweise Umzug Technisches Rathaus in die Innenstadt).

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt eine Mietlösung, für die im Technischen Rathaus benötigten Büro- und Archivflächen in einem durch einen Dritten (Investor) zu errichtenden Objekt auf der Neustadt/Albertstr. zu entwickeln. Bedingung dafür ist die Ansiedlung eines Lebensmittlers im Erdgeschoss des Objekts.

 

 

Veranschlagt unter HH-Stelle/

Produktkonto

 

Bezeichnung der HH-Stelle/

Produktkonto

 

 

Finanzielle Auswirkungen

Gesamtbetrag

aktuelles HH-Jahr

Folgejahre jährlich

Aufwendungen

 

 

 

zuzügl.

Abschreibungsaufwand

 

 

 

zuzügl. geschätztem Bewirtschaftungsaufwand

 

 

 

Erträge

 

 

 

 

Die finanziellen Auswirkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös abzuschätzen.