Stadt Zittau - Bürgerinformationsportal Beschluss über Konzept zur touristischen Fußgängerwegweisung

Betreff
Beschluss über Konzept zur touristischen Fußgängerwegweisung
Vorlage
029/2018
Art
Beschlussvorlage

Für die Stadt und die Region ist der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftszweig. Ein wichtiger Servicefaktor für Touristen ist die Beschilderung vor Ort. 

Viele der Besucher kennen sich räumlich nicht in Zittau aus, oder verfügen nur über ein begrenztes Wissen über räumliche Zusammenhänge.

Die Stadt Zittau will ihre Gäste mit Hilfe eines Leit- und Informationssystems empfangen und über ein Fußgängerwegweisungssystem leiten. Neben der reinen Orientierungsfunktion soll das Leit- und Informationssystem auch das Ziel verfolgen, die Sehenswürdigkeiten Zittaus in angemessener Weise zu präsentieren. Dabei sollen nicht nur Verkehrsteilnehmer informiert sondern auch animiert werden, Wege zu Fuß zurückzulegen.

Ausgangslage

Die vorhandene Fußgängerbeschilderung wurde in den 90er Jahren errichtet und weist mittlerweile oft auf nicht mehr vorhandene oder umbenannte Ziele in lediglich deutscher Sprache hin. Es handelt sich dabei um eine Mischung zwischen touristischer Wegweisung und amtlicher Wegweisung. Die Standorte befinden sich schwerpunktmäßig in der Innenstadt, einige auch verteilt über die Kernstadt. Die Schilder selbst sind durch Ergänzungen uneinheitlich und ohne zusätzliche Serviceinformationen für den Gast wie Entfernung, Parkplätze. Hier besteht dringender Erneuerungsbedarf.

Weiterhin sind 3 von 5 Ortseingängen mit Willkommenstafeln und Übersichtskarten ausgestattet. An 4 Standorten in der Innenstadt befinden sich große Innenstadtpläne, sowie weitere im Stadtgebiet. Der Handlungsbedarf beschränkt sich hier auf die Anpassung des Layouts an das aktuelle Corporate Design. Inhalte und Standorte sind weiter zeitgemäß. Neue Standorte sind in Betracht zu ziehen.

Daneben existiert der Kultur- und Denkmalpfad (Erneuerung in 2012), einen Sagenpfad (Errichtung in 2016) sowie 8 Stelen zu den Ereignissen der friedlichen Revolution 1989 in Zittau. Diese Informationsangebote sind nicht erneuerungsbedürftig und waren daher nicht Bestandteil der Konzepterarbeitung.

Für die Erneuerung der Fußgängerbeschilderung sowie Errichtung/Erneuerung von Willkommenstafeln/Innenstadtplänen wurden zwei Förderungen beantragt:

-      Interreg-Projekt SN-CZ Slow Tourismus: bewilligt
Umsetzung in 2018

-      EFRE Integrierte Stadtentwicklung, Maßnahme Beschilderung: Rahmenbescheid vorliegend
Umsetzung 2018-2020

Um in der Umsetzung Konsistenz zu erreichen, wurde - nach beschränkter Ausschreibung - ein Beratungsunternehmen beauftragt ein Konzept zu erarbeiten.

Zielstellung

Mit der neuen Fußgängerbeschilderung soll eine attraktive und funktionale Wegweisung bei minimalem Beschilderungsaufwand (Systematik) entstehen.

Prämissen dabei waren:

-      Betonung der touristischen Ziele

-      Optimierung der Kompatibilität zu angrenzenden Systemen wie Infotafeln, Pkw-Wegweisung oder Wanderwegweisung

-      Einbindung des touristisch bedeutenden Oder-Neiße-Radweg, der bisher an der historischen Innenstadt vorbei führt.

-      Möglichst universell verständliche Beschilderung mit Eigennamen und international bekannten Piktogrammen.

 

Die räumliche Ausdehnung umfasst im Schwerpunkt die Zittauer Innenstadt mit den 2 wichtigen Quell- und Zielankern Hauptbahnhof und Hochschule, sowie die 2 größeren Parkierungseinrichtungen außerhalb der historischen Innenstadt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Vorgehen:

1. Bestandsanalyse

2. Auswahl auszuschildernder Ziele und der Wegweisungsrouten

3. Festlegung von Wegweiserstandorten

4. Festlegung der Bauart der Wegweiser

4. Erstellung Wegweisungskataster

5. Erarbeitung Kriterienkatalog für Ausschreibung der Wegweiser

Die Erarbeitung erfolgte in Abstimmung mit dem Tourismuszentrum Zittauer Gebirge, der Stadtentwicklung, Stadtplanung, den Städtischen Museen, Kultur, Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung, Untere Verkehrsbehörde, Baulastträger/Tiefbau. Einbezogen wurde weiterhin der Landkreis Görlitz, Amt für Kreisentwicklung, Sachbereich Tourismusmanagement bezüglich der Einbindung überregionaler Rad- und Wanderwege sowie die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH.

Folgende Prinzipien wurden bei der Erarbeitung berücksichtigt:

-      Reine Zielwegweisung, keine Rundwege

-      Leitpfade ausgehend von Ankunftspunkten bzw. Startpunkten

o    Parkplätze

o    Hauptbahnhof

o    Drei-Länder-Punkt

-      Strukturierung durch Oberziele, Piktogramme

-      nur innerörtlich

 

Zusammenfassung Ergebnis

Es wurden 19 touristische und 3 amtliche Ziele festgelegt. Es werden Piktogramme eingesetzt für das Klinikum, Spielplätze, WCs, Parkplätze, Parkhaus, Tierpark (Zoo), Stadion, Freilichtbühne und Tourist-Information.

Verbalziele werden auch in englisch, tschechische und polnisch  angezeigt, sofern es sich nicht um einen Eigennamen handelt.

Diese werden dem Kontinuitätsprinzip entsprechend über 51 Schilderstandorte umgesetzt.

Das Konzept ermöglicht nun eine schrittweise Umsetzung. Dabei werden die bestehenden Schilder entfernt.

 

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Der Stadtrat der Großen Kreisstadt Zittau beschließt das Konzept zur touristischen Fußgängerwegweisung als Arbeitsgrundlage für die Umsetzung.

Veranschlagt unter HH-Stelle/

Produktkonto

57100.443112

51102.16003         

Bezeichnung der HH-Stelle/

Produktkonto

Sachkosten „Slow Tourismus“ (ST)

EFRE

 

Finanzielle Auswirkungen

Gesamtbetrag

aktuelles HH-Jahr

Folgejahre jährlich

Aufwendungen

ST:     40.000

EFRE: 67.500

21.000

42.500

2019: 8.000

2019: 25.000

zuzügl.

Abschreibungsaufwand

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zuzügl. geschätztem Bewirtschaftungsaufwand

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200,- p.a.

Erträge

ST:     34.000

EFRE: 54.000

17.850

34.000

2019:  6.800

2019: 20.000