Stadt Zittau - Bürgerinformationsportal TOP Ö 8: gegen 18:00 Uhr Anfragen der BürgerInnen

Herr Kai Grebasch, Vertreter der Bürgerinitiative „Die Retter des Zittauer Theaters“, fragt nach, was seit Mitte März, seit das Konsolidierungskonzept, welches mittelfristig die Existenz und den Bestand des Theaters hier in unserer Stadt bedroht, durch den Kreistag beschlossen wurde, seitens des Oberbürgermeisters bzw. der Stadträte unternommen wurde, dass dies nicht so eintrifft.

 

OB Voigt antwortet:

Es ist allen bekannt, dass der Stadtrat am 23. Februar 2012 einen Beschluss zum Thema Theater gefasst hat. In der Vergangenheit haben der Stadtrat und die Stadt Zittau sehr viel für das Theater getan, insbesondere für die Sanierung. Dinge wurden mit sehr viel Geld unterstützt und finanziert. Die Stadt Zittau zahlt regelmäßig den Sitzgemeindeanteil in Höhe von 533 T€. Dort hat auch der Stadtrat erklärt, dass er dies verlässlich in den nächsten Jahren weiter zahlen wird. Persönlich hat OB Voigt am 24.03.2012 im Kronenkino an der Veranstaltung teilgenommen. Er hat dort eine Aussage getroffen, dass er sich für das Thema „Erwerb von Gesellschafteranteilen“ engagieren möchte. Er begrüßt ganz besonders die Unterschriftensammlung „Der Retter...“ und lädt sie ein, einen angemessenen dauerhaften finanziellen Beitrag zu erbringen, der den Erwerb von Gesellschaftsanteilen ermöglicht. Als Retter möchte sich OB Voigt ausdrücklich bereit erklären, diesem zum Erfolg zu verhelfen. Hierzu hat es bereits ein Gespräch mit Herrn Ratzkowski gegeben, wie er sich dies vorstellen könnte, wie eine breite Masse eine finanzielle Grundlage schaffen kann, dass unser Theater in den kommenden Jahren finanziert werden kann. Er wird auch in Zukunft weitere Termine vereinbaren, um einen finanzierbaren Weg zu finden.

 

Herr Grebasch findet es merkwürdig, dass die Bürger jetzt Gesellschafteranteile kaufen sollen. Er weiß zwar nicht, wie es gehen könnte, aber sie sind dafür offen, um darüber zu sprechen, wie genau es aussehen soll. Insgesamt hat die Podiumsdiskussion im Kronenkino noch andere Wege eröffnet, die insbesondere darin liegen, dass Gespräche geführt werden müssten. Dass vielleicht auch mal geprüft werden sollte, ob denn das, was da in diesem Konsolidierungspapier beschlossen wurde, überhaupt wirtschaftlich tragbar ist und ob es überhaupt eine Zukunft hat. Oder ob man hier jetzt gerade versucht, das langsame Dahinsterben der Theaterlandschaft in unserer Ecke ein bisschen hinauszuzögern, indem man erst einmal Zittau opfert. Das sind Fragen, die der OB aus seiner Position heraus deutlich besser und mit Nachdruck stellen könnte.

 

OB Voigt fühlt sich nicht dazu berufen, diese Unterlagen, die der Kreis erarbeitet hat und der AR bestätigt hat, auf Machbarkeit prüfen zu lassen.

 

Stadtrat Böhm begrüßt den Vorschlag des Oberbürgermeisters bezüglich dieses Bürger Theaters. Er ist aber der Meinung, dies wird nicht ohne die Vorgehensweise gehen, dass die Stadt als Kommune sich auch als Gesellschafter daran beteiligt. Er verweist aber noch einmal auf den Grünen-Vorschlag, dass versucht werden soll, die Umlandgemeinden finanziell mit ins Boot zu bringen. In dem Vorschlag des Oberbürgermeisters sieht er durchaus Möglichkeiten, dieses Modell in der Richtung auszubauen.

 

Frau Kayser fragt nach, ob schon Gespräche mit den Umlandengemeiden stattgefunden haben, die Unterstützung signalisiert haben.

 

Gespräche haben noch keine stattgefunden, erklärt OB Voigt.

 

Frau Fasler fragt an, ob es im Ältestenrat schon Verhandlungen gab und wie der aktuelle Stand ist, den OB zu unterstützen, Mitgesellschafter zu werden.

 

Stadtrat Johne antwortet als Vorsitzender des Ältestenrates. Das Problem, vor dem wir stehen, lösen wir weder mit einer Holding, noch lösen wir das als Mitgesellschafter. Es fehlt ganz einfach Geld! Der Grundsatz ist der: Wenn etwas effektiv eingesetzt werden soll, müssen wir das für das Theater in Zittau tun. Wenn wir Gesellschafter werden, sind wir Gesellschafter der gesamten Gesellschaft und sind für Görlitz mit verantwortlich. Wir würden in den großen Topf einzahlen, wenn dem so sei. Wenn wir über einen Nutzen reden, dann müssen wir überlegen, ob wir zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten erschließen können. Darüber kann man sich noch einmal unterhalten.

 

Der Ältestenrat ist informiert, und es wird eine weitere Diskussion dazu geführt, informiert OB Voigt.

 

Stadtrat Dr. Harbarth sieht es ähnlich. Es muss sich an die Landesregierung gewandt werden, um mehr Geld in das System zu bekommen. Das Geld kann im Augenblick nicht aus der Stadt Zittau kommen, weil sie am Rande ist und nicht mehr ausgeben kann.

 

Stadtrat Zimmermann hat gemeinsam mit anderen Personen einen Termin zum Thema beim OB beantragt, um noch einmal neu darüber nachzudenken, wie wir das im Stadtrat bewerkstelligen könnten.

 

Stadtrat Dr. Soukup kritisieren die Art und Weise von Herrn Grebarsch. Wie er argumentiert, sei nicht angemessen. Es nützt nichts, wenn er den Stadtrat polarisiert, als ob dieser es nicht ernst nimmt. Die Schritte, die die Verwaltung gehen muss, das ist eine andere Frage. Seine Bitte ist, lassen Sie uns gemeinsam arbeiten. Kommen Sie mit Ideen zu uns. Es ist ein beharrlicher Prozess notwendig.