Stadt Zittau - Bürgerinformationsportal TOP Ö 5: Information des Oberbürgermeisters, des Rektors der Hochschule und des Direktors des Internationalen Hochschulinstitus zur Zusammenarbeit mit der Stadt Zittau

Zum Tagesordnungspunkt begrüßt OB Voigt den Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, Herrn Prof. Dr. Albrecht und den Direktor des IHI, Herr Prof. Claus.

 

Die Fachhochschule Zittau/Görlitz und das Internationale Hochschulinstitut (IHI) verbindet seit vielen Jahren eine intensive Zusammenarbeit zu unterschiedlichen Themen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit erfolgt auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages und ist über die vielen Jahre stets gewachsen, führt OB Voigt aus. Eine Zusammenstellung der vielfältigen Maßnahmen finden die Stadträtinnen und Stadträte in Form einer Übersicht in Ihren Mappen. Diese ist ebenfalls auch an der Leinwand dargestellt.

 

OB Voigt bittet Herrn Prof. Dr. Albrecht aus Sicht der Hochschule um seine Ausführungen zur Zusammenarbeit.

 

Herr Prof. Dr. Albrecht bedankt sich zunächst für die Einladung zum heutigen Stadtrat. Er kann sich der Aussage über eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Hochschule nur anschließen. Die vorliegende Übersicht, die allen Stadträten vorliegt, zeigt, dass es sehr viele Projekte gibt, die gemeinsam realisiert wurden. Seit langen Jahren gibt es auch sehr intensive Zusammenarbeit auf persönlicher Ebene, so zum Beispiel der Bereich Öffentlichkeitsarbeit, der sehr eng mit den entsprechenden Partnern auf der städtischen Seite zusammenarbeitet oder Aktivitäten wie die Zittauer Ballnacht. Zur Zusammenarbeit mit städtischen Einrichtungen ist zu allererst die lange und intensive Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Zittau zu nennen. Hier ist in den letzten Jahren gemeinsam ein wirklich wichtiges und zukunftsträchtiges Großprojekt gestaltet worden, nämlich das Zittauer Kraftwerkslabor, welches in den Räumen der Stadtwerke untergebracht ist. Es ist ein Forschungslabor, welches sich mit Zukunftsthemen der Energietechnik und Energieversorgung beschäftigt. Eine weitere schöne Zusammenarbeit findet er ist die Kooperation des Studienbereichs „Kooperative Ingenieurausbildung“ (KIA) mit der Wohnbau. Auf einen weiteren Bereich möchte er hinweisen. Dieser betrifft die Beteiligung an der Stadtentwicklung bzw. Zuarbeiten für die Stadtentwicklung. Hier wurden bereits einige Diplomarbeiten realisiert, insbesondere aus der Fakultät „Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen“. Zusammenfassend würde Herr Prof. Albrecht sagen wollen, die Kooperation ist gut. Er ist zufrieden, auch wenn jede Zusammenarbeit immer noch intensiviert werden kann. Das Verhältnis ist gut und die Beziehung zwischen Hochschule Zittau/Görlitz und Stadt Zittau lebt. Sie werden alles dafür tun, dass es auch so bleibt.

 

Stadtrat Böhm fragt zur Zusammenarbeit im Bereich der Stadtentwicklung und deren Intensivierung nach. Als Beispiel führt er den in unserem SEKO aufgeführten Bereich im ehemaligen Armeegelände an. Dieser soll langfristig zurückentwickelt werden und so die Stadt von außen nach innen zurückzubauen. Dort hat auch die Hochschule viele Räumlichkeiten, auch das Studentenwerk betreibt dort Wohnheime. Er wünscht sich hier eine stärkere Zusammenarbeit in Zukunft, um gemeinsam das SEKO der Stadt Zittau umzusetzen. Frage an Prof. Albrecht: Ist da in dieser Richtung etwas geplant?

 

Prof. Albrecht kann konkret über Planungen nichts sagen. Er nimmt es gern mit. Die Ansprechpartnerin ist hier die Kanzlerin, die für diesen Bereich zuständig ist.

 

OB Voigt sagt dazu, dass heute nicht die Stadtentwicklung, was den Rückbau betrifft, diskutiert wird. Das sind abgestimmte Programme, die wir als Stadtrat ständig bearbeiten und auch fortschreiben. Er denkt, dass man da in sehr gutem Kontakt mit der Hochschule ist.

 

Stadtrat Dr. Harbarth bedankt sich zunächst für die Ausführungen und die Übersichten. Er kritisiert an dieser Stelle, dass die Übersichten nicht unterschrieben sind und das Datum fehlt. Der Hinweis, diese Übersichten in das Gremium-Informationsportal zu stellen, wird gegeben.

 

OB Voigt bedankt sich bei Prof. Albrecht für die Ausführungen und bittet Herr Prof. Claus um seine Ausführungen aus Sicht des IHI.

 

Zunächst berichtet Herr Prof. Claus über die Veränderungen der Struktur im IHI. Zum 01.01.2013 sind sie zur zentralen wissenschaftlichen Einrichtung in die TU Dresden integriert worden. Was dies in Einzelnen bedeutet, wird durch Herrn Prof. Claus erläutert.

Die TU Dresden ist Rechtnachfolger und tritt in alle Verträge ein. So hat man im Jahr 2009 eigentlich einen Vertrag mit der TU Dresden geschlossen, der auch weiter läuft, es sei denn, sie kündigt ihn. Sie selber dürfen keine Verträge mehr abschließen. Es wird generell alles von dem Rektorat in Dresden erledigt. Am Standort Zittau selbst gibt es kein Promotions- und Habilitationsrecht mehr. Dies ist nur noch in Dresden möglich. Das ist ein großer Verlust!

Man hat die Verantwortung für die Studiengänge behalten. Hierzu muss das komplette Studienprogramm neu ausgerichtet und umstrukturiert werden. Weiterhin können sie Professoren berufen. Das IHI hat enge Kooperationen, die in verschiedenen Dokumenten festlegt sind, einmal mit der Hochschule Zittau/Görlitz, aber auch mit der Senckenberg Gesellschaft in Görlitz. Darüber hinaus besteht auch eine Kooperation mit dem Leibnitz Institut für ökologische Raumentwicklung.

Zur Kooperation mit der Stadt Zittau liegt ebenfalls eine Liste den Stadträten vor. Seit seiner Amtszeit, seit einem Jahr, trifft er sich regelmäßig (einmal im Jahr) mit dem Oberbürgermeister, um über die Entwicklung und Perspektiven zu sprechen. Zwei Gespräche sind bisher geführt worden. Weitere Veranstaltungen zum Beispiel der Kulturstammtisch, das Spectaculum und die Zittauer Ballnacht werden genannt. Was sich in den letzten Jahren sehr stark und als ein wichtiges Standbein entwickelt hat, sind die studentischen Projekte des IHI mit der Stadt Zittau im Rahmen des Studiengangs Projektmanagement. Seit 2010 läuft eine ganze Reihe von Projekten. Es gibt auch eine gewisse Kontinuität zum Beispiel der SAMS-Markt. Was ihn besonders persönlich freut ist die Nutzung des Bürgersaals für diverse Events.

 

OB Voigt bedankt sich für die gute Zusammenarbeit bei Herrn Prof. Albrecht und Herrn Prof. Claus.

 

Stadtrat Dr. Kurze würde abschließend eine Einschätzung von Herrn Prof. Albrecht und Prof. Claus interessieren, ob die Kooperationsverträge, die zwischen den Hochschulen und der Stadt Zittau existieren, als ausreichende Basis der gemeinsamen Arbeit erachtet werden oder ob eine andere Organisationsform gefunden werden sollte.

 

Herr Prof. Claus antwortet darauf. Wir haben einen Vertrag und wenn man das was dort drin

steht lebt und regelmäßig, ist es ausreichend. Er würde aus strategischen Gründen auch diesen Vertrag nicht ändern wollen, weil dann eine Verhandlung mit dem Rektorat in Dresden notwendig ist.

 

Herr Prof. Albrecht gibt ganz ehrlich die Antwort, dass er es jetzt nicht weiß. Bei der Durchsicht der Projekte ist ihm aufgefallen, dass sich bestimmte Cluster andeuten, wo intensiver und kontinuierlicher zusammen gearbeitet wird. Vielleicht ist dies ein Ansatzpunkt um zu sagen, wollen wir das stärker institutionalisieren. Er ist aber sehr unsicher. Vielleicht sollte man in einer Sache überlegen, ob man die Abläufe präzisiert oder die Verantwortlichkeiten festlegt.